Edition 01 · 500 Flaschen

Ketchup – steht in jedem Kühlschrank …

… gehört aber nicht überall dazu!

Ketchup steht in fast jedem Kühlschrank. Wahrscheinlich auch in deinem? Viele wissen gar nicht genau, was alles drin steckt. Dabei hat die rote Sauce eine überraschende Geschichte: Ihr Vorbild war wahrscheinlich eine asiatische Lake aus Fisch mit Ursprung in China oder Indonesien. Hier bekommst du erklärt, welche Zutaten typisch sind, wie es mit dem Zucker aussieht und warum Ketchup so schwer aus der Flasche kommt. Und: Welche Alternativen es statt Ketchup gibt.

💡 Das Wichtigste vorab

Tomatenketchup besteht aus Tomaten oder Tomatenmark, Zucker, Essig, Salz und Gewürzen. In Deutschland gibt es drei Sorten: Tomatenketchup, Gewürzketchup und Curryketchup. Der Zuckergehalt schwankt stark von Produkt zu Produkt.

  • Name: Herkunft nicht abschließend geklärt, vermutlich aus Asien (chinesisch kê-tsiap, eine Lake von eingelegtem Fisch)
  • Nicht aus Indien: „East India“ meinte damals Süd- und Südostasien
  • Erstes bekanntes Rezept mit Tomaten: 1812 in den USA
  • Tomatenketchup: laut Leitsätzen mindestens 6 % Tomatentrockensubstanz
  • Geöffnet gehört Ketchup in den Kühlschrank
Auf dieser Seite
  1. Was ist Ketchup?
  2. Woher kommt Ketchup?
  3. Kommt Ketchup aus Indien? Die Rolle der East India Company
  4. Tomatenketchup, Gewürzketchup, Curryketchup – was ist der Unterschied?
  5. Wie viel Zucker steckt im Ketchup?
  6. Warum kommt Ketchup so schwer aus der Flasche?
  7. Ketchup selber machen – schnelles Grundrezept
  8. Statt Ketchup: Alternativen im Überblick
  9. Haltbarkeit: Muss Ketchup in den Kühlschrank?
  10. Häufige Fragen zu Ketchup
  11. Quellenangaben

Was ist Ketchup?

Nach den Leitsätzen des Deutschen Lebensmittelbuchs ist Tomatenketchup eine homogene würzende Sauce aus Tomaten oder Tomatenerzeugnissen wie Tomatenmark, der Essig, Zucker, Salz und Würzzutaten zugesetzt werden. Für „Tomatenketchup“ beträgt der Mindestgehalt an Tomatentrockensubstanz laut Leitsätzen 6 %. Je höher der Gehalt, desto mehr Tomaten stecken im Produkt.

Woher kommt Ketchup?

Die Herkunft des Namens ist nicht abschließend geklärt, der Ursprung liegt aber vermutlich in Asien. Häufig genannt wird das chinesische (Hokkien/Amoy) kê-tsiap, eine Lake aus eingelegtem Fisch. Auch das malaiische kicap (auch kecap, ursprünglich Sojasauce, das Wort selbst stammt aus dem Chinesischen) wird als Quelle diskutiert. Nach England kam die Sauce wohl durch britische Seeleute und Händler.

Zum Massenprodukt wurde Tomatenketchup in den USA erst um 1900: Heinz war damals Marktführer und verkaufte in den frühen 1900er-Jahren rund fünf Millionen Flaschen im Jahr. Hersteller in der ganzen Branche benutzen immer mehr Essig, was Ketchup haltbarer machte und später auch Zucker, um die Säure auszugleichen.

Zeit Was passierte
Ende des 17. Jahrhunderts „Catchup“ erscheint in einem englischen Wörterbuch als „high East-India Sauce“
1727 Erstes veröffentlichtes Rezept für „englischen Ketchup“ – mit Sardellen, Schalotten und Essig
1812 Erstes bekanntes Rezept mit pürierten Tomaten (USA, James Mease)
1937 Die Firma Zeisner in Bremen bezeichnet ihr Produkt als „Deutschlands ersten Ketchup“

Kommt Ketchup aus Indien? Die Rolle der East India Company

Kurze Antwort: Nein. Die Sauce stammt aus Ost- beziehungsweise Südostasien. Das Missverständnis kommt von der frühen englischen Bezeichnung „East-India Sauce“ (siehe Zeittabelle oben): „East India“ meinte damals nicht das heutige Indien, sondern Süd- und Südostasien allgemein.

Mit Indien hat die Sauce also wenig zu tun, mit dem Handelsraum der East India Company dagegen schon: Die englische Handelsgesellschaft erhielt am 31. Dezember 1600 von Elisabeth I. das Monopol für den englischen Handel östlich des Kaps der Guten Hoffnung. Ihr Gebiet, die „East Indies“, umfasste Südostasien und den indischen Subkontinent, später auch Ostasien. Über den Asienhandel gelangte die Sauce wohl nach England.

Zeit Was belegt ist
1600 Gründung der East India Company mit Handelsmonopol östlich des Kaps der Guten Hoffnung
1672 bis 1697 Die Company unterhält eine Faktorei in Tonkin (Nordvietnam)
Mitte der 1680er Jahre Die Company gründet auf Sumatra den Handelsposten Bencoolen (Bengkulu), ein Zentrum des Pfefferhandels
1711 Charles Lockyer schreibt in „An Account of the Trade in India“, Soja komme aus Japan und der beste Ketchup aus Tonkin, gute Ware beider Sorten werde aber auch in China sehr billig hergestellt und verkauft
1732 Ein Ketchup-Rezept von Richard Bradley nennt als Herkunft „Bencoulin in the East Indies“, also Bencoolen (laut Andrew F. Smith, „Pure Ketchup“)

🔬 Was ist belegt, was nur naheliegend?

Belegt ist: Ketchup wurde in England als ostindische Sauce bekannt, und englische Quellen verorten ihn in Regionen, in denen englische Händler Handel trieben, etwa Tonkin und Bencoolen. Die Company hatte dort zeitweise Niederlassungen, in Tonkin allerdings nur bis 1697, also vor Lockyers Bericht von 1711.

Nach verbreiteter Darstellung kauften britische Seeleute und andere die Sauce in Asien und versuchten, sie zu Hause nachzukochen (Smithsonian Magazine). Die Company selbst wird in diesen Darstellungen nicht als Einführer genannt, und auch in den übrigen Quellen, die wir geprüft haben, ist das nicht ausdrücklich belegt.

Tomatenketchup, Gewürzketchup, Curryketchup – was ist der Unterschied?

Sorte Was drin ist Besonderheit
Tomatenketchup Tomaten oder Tomatenmark, Essig, Zucker, Salz, Würzzutaten Mindestens 6 % Tomatentrockensubstanz laut Leitsätzen
Gewürzketchup Alles, was über normalen Tomatenketchup hinausgeht, zum Beispiel mit Gurken, Paprika oder Chili Kein festgelegter Mindestgehalt an Tomatentrockensubstanz
Curryketchup Tomatenketchup mit Currymischungen, teils mit Cayennepfeffer Basis der Currywurst-Sauce, mehr unter Currywurst-Soße

Wie viel Zucker steckt im Ketchup?

Das hängt stark vom Produkt ab. Beim Öko-Test 2023 lagen die 19 getesteten Tomatenketchups zwischen 13 und 25,3 Gramm Zucker pro 100 Milliliter. Die Nährwerttabelle auf der Packung nennt den Wert, je nach Produkt, pro 100 Gramm oder pro 100 Milliliter, die Zahlen sind daher nicht immer direkt mit dem Test vergleichbar. Innerhalb derselben Einheit lohnt sich der Vergleich.

Warum kommt Ketchup so schwer aus der Flasche?

Im Ruhezustand verhält sich Ketchup fast wie ein Feststoff und bleibt stur in der Flasche. Sobald man jedoch Kraft aufwendet – durch Schütteln oder Klopfen –, bricht seine innere Struktur auf. Er wird plötzlich schlagartig flüssig und schießt oft in viel zu großer Menge heraus. In der Wissenschaft nennt man dieses Verhalten strukturviskos (scherverdünnend). Ketchup ist damit eine nicht-newtonsche Flüssigkeit.

Hier sind die drei wichtigsten Gründe dafür, vereinfacht erklärt:

Unser Praxis-Tipp: Schüttle die Flasche vor dem Öffnen kräftig durch. Dadurch wird der gesamte Ketchup in der Flasche gleichmäßig flüssig und lässt sich danach ganz kontrolliert und sauber dosieren. Der Effekt lässt nach, wenn der Ketchup wieder ruht.

Ketchup selber machen – schnelles Grundrezept

Mit Tomatenmark ist selbst gemachter Ketchup grob in einer halben Stunde fertig (unsere Schätzung). Das brauchst du:

Zutat Menge Funktion
Tomatenmark 400 g Basis: Tomatengeschmack und Farbe
Zwiebeln 2, fein gehackt Würze
Knoblauch 2 Zehen, fein gehackt Würze
Öl 1 EL Zum Anbraten
Wasser 120 ml Konsistenz
Essig 1 EL Säure
Zucker 2 EL Süße
Salz, Pfeffer, Paprikapulver nach Geschmack Würzen

So gehst du vor:

Schritt Was passiert
1. Anbraten Zwiebeln und Knoblauch im Öl goldbraun braten
2. Köcheln Tomatenmark einrühren, Gewürze und Wasser dazugeben und 15 bis 20 Minuten köcheln lassen
3. Abschmecken Essig und Zucker einrühren und weiterköcheln, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist
4. Glätten (optional) Für die typisch glatte Konsistenz mit dem Stabmixer pürieren und nach Wunsch durch ein Sieb streichen
5. Lagern In ein sauberes Glas füllen und im Kühlschrank aufbewahren

🍅 Variante mit frischen Tomaten

Etwa 700 Gramm Tomaten häuten und klein schneiden, mit Zwiebeln, Knoblauch, Zitronensaft, Zucker und Gewürzen rund 15 Minuten köcheln und pürieren. Wer weniger Zucker mag, kann einen Teil der Süße durch getrocknete Aprikosen oder Datteln ersetzen.

Statt Ketchup: Alternativen im Überblick

Ketchup bleibt ein Klassiker. Wer zu Wurst, Burger oder Pommes mal etwas anderes sucht, hat diese Optionen:

Alternative Charakter Mehr dazu
Senf Würzig statt süß, der deutsche Klassiker Senf vs. Ketchup
Currysauce Fruchtig-würzig, auf Ketchup-Basis Currywurst-Soße
Sriracha Chilisauce mit Knoblauch, scharf-süßlich Sriracha
Ajvar Milde, geröstete Paprikapaste vom Balkan Ajvar
Wurstfreund Süß-scharfe Senf-Hot-Sauce mit Waldmeister und Chili Senf Hot Sauce

Bei der Wurst entscheidet am Ende der Geschmack. Welche Sauce zu welcher Sorte passt, steht in „Bratwurst mit Senf oder Ketchup?“.

🌭 Mehr Würze zum Ketchup?

Ketchup bleibt ein Klassiker. Wer zur Wurst gern etwas Neues probiert: Wurstfreund ist ebenfalls süßlich, aber auf Senfbasis, und bringt mit Waldmeister und Chili etwas Kick mit.

→ Wo gibt’s Wurstfreund?

Haltbarkeit: Muss Ketchup in den Kühlschrank?

Nach Angaben der Verbraucherzentrale kann man ungeöffnete Fertigsaucen wie Ketchup auch dann noch verwenden, wenn das Haltbarkeitsdatum überschritten ist, sofern sie bei Zimmertemperatur und am besten ohne Lichteinfluss gelagert wurden. Nach dem Öffnen gehört Ketchup in den Kühlschrank, zum Beispiel in die Tür. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist dann kein Hinweis mehr auf die vermutliche Haltbarkeitsspanne. Mit sauberem Besteck und guter Lagerung halten sich Fertigsaucen in der Regel ein paar Monate. Wenn sich Aussehen, Geruch oder Geschmack verändern oder Schimmel zu sehen ist, solltest du den Ketchup wegwerfen.

Selbst gemachter Ketchup enthält keine Konservierungsstoffe und ist nicht mit pasteurisierter Ware aus dem Supermarkt vergleichbar. Unsere Empfehlung: im Kühlschrank lagern und innerhalb von ein bis zwei Wochen verbrauchen, eine verbindliche Frist gibt es dafür nicht. Wer größere Mengen in Gläsern haltbar machen will, braucht dafür eine geprüfte Einkoch-Anleitung.

Häufige Fragen zu Ketchup

Woher kommt der Name Ketchup?
Die Herkunft ist nicht abschließend geklärt. Häufig genannt wird das chinesische (Hokkien/Amoy) kê-tsiap, eine Lake von eingelegtem Fisch. Auch das malaiisch-indonesische kecap (ursprünglich Sojasauce) wird als Quelle diskutiert. Tomaten kamen erst später ins Spiel: Das erste bekannte Rezept mit pürierten Tomaten stammt von 1812.
Kommt Ketchup aus Indien?
Nein. Die Sauce stammt aus Ost- beziehungsweise Südostasien. Frühe englische Quellen nennen sie „East-India Sauce“, aber „East India“ bezeichnete damals Süd- und Südostasien allgemein, nicht das heutige Indien. Der englische Handel in dieser Region fiel formal unter das Monopol der East India Company, und englische Quellen verorten Ketchup in Regionen, in denen englische Händler Handel trieben (Lockyer 1711 zu Tonkin, Bradley 1732 zu Bencoolen). Nach verbreiteter Darstellung brachten britische Seeleute und andere die Sauce mit; die Company selbst wird dabei nicht als Einführer genannt.
Was ist in Ketchup drin?
Tomatenketchup besteht aus Tomaten oder Tomatenmark, Zucker, Essig, Salz, Zwiebeln, Knoblauch und Gewürzen. Gewürzketchup und Curryketchup enthalten zusätzlich weitere Zutaten wie Paprika, Gurken, Chili oder Currymischungen.
Wie viele Tomaten stecken im Ketchup?
Für Tomatenketchup schreiben die Leitsätze des Deutschen Lebensmittelbuchs mindestens 6 % Tomatentrockensubstanz vor. Das ist ein Gehalt an Trockensubstanz, kein Tomatenanteil: Je höher der Gehalt, desto mehr Tomaten wurden verarbeitet. Bei Gewürzketchup gibt es keinen festgelegten Mindestgehalt.
Wie viel Zucker hat Ketchup?
Das schwankt stark. Beim Öko-Test 2023 lagen 19 Tomatenketchups zwischen 13 und 25,3 Gramm Zucker pro 100 Milliliter. Die Nährwerttabelle auf der Packung zeigt den genauen Wert, je nach Produkt pro 100 Gramm oder pro 100 Milliliter.
Was bedeutet „ohne Zuckerzusatz“ bei Ketchup?
Es bedeutet, dass keine Mono- oder Disaccharide und kein anderes wegen seiner süßenden Wirkung verwendetes Lebensmittel zugesetzt wurden. Das Produkt kann trotzdem gesüßt sein, zum Beispiel mit Süßstoffen. Die Verbraucherzentrale kritisiert, dass die Angabe den Eindruck erwecken kann, das Produkt sei ungesüßt. Ein Blick auf die Zutatenliste klärt es.
Was ist der Unterschied zwischen Tomatenketchup, Gewürzketchup und Curryketchup?
Tomatenketchup besteht aus Tomaten oder Tomatenmark, Essig, Zucker, Salz und Würzzutaten und hat als einzige Sorte einen Mindestgehalt an Tomatentrockensubstanz (6 %) in den Leitsätzen. Gewürzketchup enthält zusätzliche Zutaten wie Gurken, Paprika oder Chili. Curryketchup ist Tomatenketchup mit Currymischungen und teils Cayennepfeffer.
Warum kommt Ketchup so schwer aus der Flasche?
Ketchup ist eine nicht-newtonsche Flüssigkeit: Im Ruhezustand ist er zäh, durch Schütteln oder Klopfen wird er dünnflüssiger. Deshalb kommt erst nichts und dann plötzlich viel. Kräftiges Schütteln vor dem Kippen hilft.
Muss Ketchup in den Kühlschrank?
Ungeöffnet nicht, geöffnet ja. Nach Angaben der Verbraucherzentrale gehört eine geöffnete Fertigsauce wie Ketchup in den Kühlschrank, das Mindesthaltbarkeitsdatum ist dann kein Hinweis mehr auf die Haltbarkeit. Mit sauberem Besteck hält sie in der Regel ein paar Monate.
Kann man Ketchup selber machen?
Ja. Ein schnelles Rezept braucht Tomatenmark, Zwiebeln, Knoblauch, Öl, Wasser, Essig, Zucker und Gewürze und ist grob in einer halben Stunde fertig. Mit frischen Tomaten geht es auch. Selbst gemachter Ketchup hat keine Konservierungsstoffe, daher unsere Empfehlung: im Kühlschrank lagern und innerhalb von ein bis zwei Wochen verbrauchen.
Was kann man statt Ketchup nehmen?
Je nach Gericht passen Senf, Currysauce, Sriracha oder Ajvar. Wer Ketchups Süße mag, aber mehr Würze möchte, kann eine süß-scharfe Senfsauce wie Wurstfreund probieren. Welche Sauce zu welcher Wurst passt, steht in den Vergleichsguides zu Senf und Ketchup.

Quellenangaben

📚 Quellenverzeichnis anzeigen (14 Quellen)

Etymologie, Geschichte, Zusammensetzung, Fließverhalten

Wikipedia (DE). Ketchup. Verfügbar unter: de.wikipedia.org/wiki/Ketchup [Zugriff: Oktober 2026]. – „Catchup“ Ende des 17. Jahrhunderts in einem englischen Wörterbuch als „high East-India Sauce“, „East India“ als Süd- und Südostasien allgemein; Rezept 1727; erstes amerikanisches Tomatenrezept 1812; Heinz 1905 fünf Millionen Flaschen jährlich; Zeisner Bremen 1937 (Eigenangabe); Zutaten Tomatenmark, Zucker (meist Saccharose), Essig, Salz, Zwiebeln, Knoblauch, Gewürze; Sorten Tomaten-, Curry- und Gewürzketchup; nicht-newtonsches, strukturviskoses Fließverhalten.

Wikipedia (EN). Ketchup. Verfügbar unter: en.wikipedia.org/wiki/Ketchup [Zugriff: Oktober 2026]. – Etymologie-Theorien (Hokkien kôe-chiap/kê-chiap „Lake von eingelegtem Fisch“, malaiisch kicap/kecap „Sojasauce“, das Wort selbst aus dem Chinesischen, Escabeche-Theorie); erstes bekanntes Tomatenketchup-Rezept von James Mease, 1812; Ketchup als scherverdünnende Flüssigkeit.

Wikipedia (EN). East India Company und Bengkulu (city). Verfügbar unter: en.wikipedia.org/wiki/East_India_Company und en.wikipedia.org/wiki/Bengkulu_(city) [Zugriff: Oktober 2026]. – Gründung der Company am 31.12.1600 mit Handelsmonopol östlich des Kaps der Guten Hoffnung; „East Indies“ als Südostasien und indischer Subkontinent; Handelsposten Bencoolen 1685 für den Pfefferhandel; Ausdehnung später auf Ostasien.

Online Etymology Dictionary. ketchup. Verfügbar unter: etymonline.com/word/ketchup [Zugriff: Oktober 2026]. – Beleg von 1711 („the best Ketchup from Tonqueen“); Etymologie-Theorien Malay kichap und Chinese koechiap.

Smith, Andrew F. (2001). Pure Ketchup: A History of America’s National Condiment. – Lockyer 1711 im Wortlaut („Soy comes in Tubs from Jappan, and the best Ketchup from Tonqueen; yet good of both sorts, are made and sold very cheap in China“); Ketchup-Rezept von Richard Bradley (The Country Gentleman and Farmer’s Monthly Director, 1732) mit Herkunftsangabe „Bencoulin in the East Indies“.

Smithsonian Magazine. How Ketchup Revolutionized How Food Is Grown, Processed and Regulated. Verfügbar unter: smithsonianmag.com [Zugriff: Oktober 2026]. – Britische Seeleute kauften die Sauce in Asien und versuchten, sie nach der Rückkehr nach England nachzukochen; die East India Company wird nicht erwähnt; Tomatenketchup wurde von Amerikanern erfunden; Zusätzlicher Essig half bei der Konservierung, später kam Zucker dazu, um die Säure des Essigs auszugleichen; Heinz wurde der führende amerikanische Ketchup-Hersteller und verkaufte in den frühen 1900er-Jahren fünf Millionen Flaschen im Jahr.

Emerald Publishing. Overseas management in the English East India Company: a study of the Tonkin factory (1672–1697), Journal of Management History. Verfügbar unter: emerald.com [Zugriff: Oktober 2026]. – Faktorei der Company in Tonkin von 1672 bis 1697.

chemie.de. Strukturviskosität (Lexikon). Verfügbar unter: chemie.de/lexikon/Strukturviskosität [Zugriff: Oktober 2026]. – Strukturviskosität: niedrigere Viskosität bei hohen Scherkräften; Abgrenzung zur Thixotropie (zeitabhängig); Fließgrenze am Beispiel der Ketchupflasche.

Definition und Mindestgehalt Tomatenketchup

Deutsche Lebensmittelbuch-Kommission. Leitsätze für Gemüseerzeugnisse, Ziffer 9.3 Tomatenketchup. Verfügbar unter: deutsche-lebensmittelbuch-kommission.de [Zugriff: Oktober 2026]. – Mindestgehalt an Tomatentrockensubstanz 6 %.

Lebensmittellexikon. Tomatenketchup, was ist das? Verfügbar unter: lebensmittellexikon.de/t0002450.php [Zugriff: Oktober 2026]. – Homogene würzende Sauce aus gesunden, reifen Tomaten oder Tomatenerzeugnissen mit Essig, Zucker, Salz und Würzzutaten; drei Sorten Tomatenketchup, Gewürzketchup, Curryketchup.

Zuckergehalt

ÖKO-TEST. Tomatenketchup: Darum ist Heinz-Ketchup der große Testverlierer (Test vom 07.12.2023, 19 Produkte). Verfügbar unter: oekotest.de [Zugriff: Oktober 2026]. – Zuckergehalt der getesteten Tomatenketchups von 13 bis 25,3 g pro 100 ml.

Lebensmittelklarheit (Verbraucherzentrale). Erlaubt: Werbung „Ohne Zuckerzusatz“ – aber trotzdem gesüßt. Verfügbar unter: lebensmittelklarheit.de [Zugriff: Oktober 2026]. – „Ohne Zuckerzusatz“: keine zugesetzten Mono- oder Disaccharide und kein anderes wegen seiner süßenden Wirkung verwendetes Lebensmittel; Süßungsmittel erlaubt; Beispiel Ketchup mit Sucralose; Kritik der Verbraucherzentrale am irreführenden Eindruck.

Haltbarkeit und Lagerung

Verbraucherzentrale. Ketchup, Senf und Co.: Haltbarkeit und Lagerung von Fertigsaucen. Verfügbar unter: verbraucherzentrale.de [Zugriff: Oktober 2026]. – Ungeöffnete Fertigsaucen auch nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums verwendbar, Lagerung bei Zimmertemperatur, am besten ohne Lichteinfluss; nach dem Öffnen Kühlschrank (Tür), MHD kein Hinweis mehr auf die Haltbarkeitsspanne; mit sauberem Besteck meist ein paar Monate; Verderb an Aussehen, Geruch, Geschmack, Schimmel erkennbar.

Grundrezept Ketchup selber machen

Utopia. Ketchup selber machen: Einfaches Rezept mit und ohne Zucker. Verfügbar unter: utopia.de [Zugriff: Oktober 2026]. – Vorlage für Mengen und Reihenfolge: Variante aus Tomatenmark (400 g Tomatenmark, 2 Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen, 1 EL Öl, 120 ml Wasser, 1 EL Essig, 2 EL Zucker, Gewürze, 15–20 Minuten köcheln); Variante mit 700 g frischen Tomaten; zuckerreduzierte Variante mit Trockenobst. Eigene Anpassungen: Pürieren und Sieben als optionaler Schritt, Lagerhinweis (Kühlschrank, ein bis zwei Wochen) als eigene Empfehlung, nicht aus der Quelle.

Letzte Aktualisierung: Oktober 2026